| |
Lexikon - Flugzeuge
|
| A |
A-Check
Wartungsereignis mit routinemäßligiger
Überprüfung von technischen Systemen, die für den Flugbetrieb
wichtig sind, sowie gründliche Überarbeitung der Kabine. Ein A-Check
ist je nach Flugzeugtyp alle 350 bis 650 Flugstunden fällig, also
etwa alle zwei Monate. Unter C-Check versteht man detaillierte
Inspektionen der Flugzeugstruktur und einen gründlichen Test der
Systeme, teilweise Freilegung der Verkleidung für gründliche Überprüfungen.
Ein C-Check findet je nach Flugzeugtyp alle 15 bis 18 Monate statt.
|
| |
Atmosphäre
Lufthülle der Erde. Sie ist in verschiedene
"Stockwerke" aufgeteilt, die durch deutliche Temperaturunterschiede
voneinander abgegrenzt sind. Für den Luftverkehr von Bedeutung
sind die beiden untersten Schichten, die Troposphäre, der Ort
des Wettergeschehens, und die darüber liegende untere Stratosphäre.
Die Obergrenze der Troposphäre schwankt je nach Jahreszeit und
geographischer Breite. Sie liegt am Äquator bei 16 bis 18 Kilometern
Höhe und an den Polen bei 8 bis 12 Kilometern. An der Tropopause,
dem Übergang zur Stratosphäre, beträgt die Temperatur nur noch
etwa -60 Grad. In der Stratosphäre steigt sie wieder. In der Stratosphäre
in etwa 25 bis 30 Kilometern Höhe befindet sich auch die so genannte
Ozonschicht. Die Reiseflughöhe heutiger Verkehrsflugzeuge liegt
zwischen 8 und 12 Kilometern. Die Emissionen aus dem Luftverkehr
haben daher nach heutigen Erkenntnissen keinen Einfluss auf die
Ozonschicht.
|
| |
Äquivalenter Dauerschallpegel (Leq)
Maß für die durchschnittliche Lärmbelastung,
bei der Häufigkeit, Dauer und Pegel der einzelnen Schallereignisse
berücksichtigt werden. Der Leq ist die Basis für die Festlegung
von Lärmschutzbereichen nach dem Fluglärmgesetz.
|
| C |
Catering
International übliche Bezeichnung für die
Beladung des Flugzeugs mit Bordverpflegung und Borddienstmaterial
(Zeitungen, Kopfhörer, Decken, Toilettenartikel etc.).
Das Gewicht dieser Zuladung beträgt bei einer Boeing 747 bis zu
fünf Tonnen.
|
| |
C-Check
siehe A-Check
|
| |
Chlorierte Kohlenwasserstoffe
Organische Verbindungen, bei denen Wasserstoffatome
durch Chloratome ersetzt sind. Sie sind sehr gute Lösungsmittel
und wurden früher zum Beispiel als Fettlöser in der Metallbearbeitung
eingesetzt. Chlorierte Kohlenwasserstoffe gelten unter dem Gesichtspunkt
des Umwelt- wie des Arbeitsschutzes als problematisch.
|
| D |
Dezibel (dB)
Messgröße für die Schallintensität.
Der Intensitätsunterschied zwischen dem leisesten Ton, den das
menschliche Gehör wahrnehmen kann, und der Schmerzschwelle beträgt
1:10 Billionen. Um diesen riesigen Bereich darstellen zu können,
verwendet man in der Akustik die logarithmische Dezibel-Skala.
Auf ihr ist der Hörschwelle der Wert 0 und der Schmerzschwelle
der Wert 130 zugeordnet. Eine Zunahme um 10 dB entspricht der
zehnfachen Schallintensität. Für die wahrgenommene Lautstärke
entspricht eine Differenz von 10 dB einer Halbierung bzw. Verdoppelung.
Das menschliche Ohr ist aber nicht über das ganze Frequenzspektrum
gleich empfindlich. Tiefe und hohe Töne klingen bei gleicher Schallintensität
unterschiedlich laut. Dies gleicht man messtechnisch aus und macht
es entsprechend kenntlich. Am bekanntesten ist das dB(A). Für
die Messung von Fluglärm benutzt man international die Einheit
EPNdB (Effective Perceived Noise Decibel).
|
| E |
Enteisung
Mit Eis und Schnee auf Tragflächen und Höhenruder
kann ein Flugzeug nicht starten. Sie verändern die Aerodynamik
und erhöhen das Gewicht. Deshalb müssen Flugzeuge bei winterlichen
Witterungsbedingungen enteist werden. Sie werden dazu mit einem
Gemisch aus Wasser und einer Glykol-Alkohol-Mischung besprüht.
Für einen Jumbo braucht man rund 1.000 Liter. Das Enteisungsmittel
ist biologisch vollständig abbaubar.
Auf dem Rhein-Main-Flughafen werden bei entsprechender Wetterlage
am Tag 500.000 Liter Enteisungsflüssigkeit und mehr verbraucht.
|
| F |
FCKW
Fluorchlorkohlenwasserstoffe.
Familie von industriell hergestellten organischen Verbindungen.
Sie werden zum Beispiel als Kühlmittel in Kühl- und Gefrierschränken
sowie in Klimaanlagen eingesetzt. Außerdem finden sie als Reinigungsmittel
in der Elektronik Verwendung. FCKW gelten als die Hauptursache
für den Abbau der Ozonschicht, den die Wissenschaftler seit Jahren
beobachten. FCKW sind außerdem sehr wirksame Treibhausgase.
|
| |
Fuel Dump
Ablassen von Treibstoff im Fluge, um bei
Langstreckenflugzeugen (Boeing 747, Boeing 767, A340, DC10-30,
MD11) vor einer außerplanmäßigen Landung (z.B. wegen technischer
Probleme oder Erkrankung eines Passagiers) das Gewicht des Flugzeugs
auf das höchstzulässige Landegewicht herabzusetzen. Dem betroffenen
Flugzeug wird dazu ein besonderer Luftraum zugewiesen, möglichst
über unbebautem oder dünn besiedeltem Gebiet (z.B. Odenwald, Eifel,
Sauerland, Nordsee).
Das Ablassen von Treibstoff findet meist in Höhen von vier bis
acht Kilometern statt. Vorgeschrieben ist eine Mindesthöhe von
1.500 Metern und eine Geschwindigkeit von 500 km/h. Es dürfen
keine geschlossenen Kreise geflogen werden. Das Kerosin wird von
den Turbulenzen hinter dem Flugzeug zu einem feinen Nebel verteilt.
Bei einem Fuel Dump in Mindesthöhe erreichen rein rechnerisch
8 Prozent des Treibstoffs den Erdboden. Daraus ergibt sich bei
einer Fluggeschwindigkeit von 500 km/h eine Bodenbelastung von
0,02 Gramm je Quadratmeter. Das ist so viel wie ein Schnapsglas
Kerosin verteilt auf 1.000 Quadratmeter. Trotz des Einsatzes empfindlicher
Analyseverfahren konnten bisher nach Fuel Dumps in keinem Fall
in Pflanzen- oder Bodenproben Verunreinigungen festgestellt werden.
|
| H |
Halogenkohlenwasserstoffe (HKW)
Chemische Verbindung, die neben Kohlenstoff-
und Wasserstoffatomen auch Fluor, Brom, Chlor oder Jod enthält.
Zur Gruppe der HKW gehören unter anderem Chlorierte Kohlenwasserstoffe
und FCKW.
|
| |
Halon
Sammelbegriff für eine Gruppe von chemischen
Verbindungen, die als äußerst wirksame und zuverlässige Feuerlöschmittel
eingesetzt werden. Sie sind chemisch mit den FCKW verwandt, sehr
stabil und haben ein teilweise sehr hohes Ozonzerstörungspotenzial.
Sie dürfen nur noch dort eingesetzt werden, wo dies aus Sicherheitsgründen
unbedingt erforderlich ist. Zu diesen wenigen Ausnahmen gehört
der Luftverkehr. Dort sind sie zur Zeit das einzig zugelassene
Löschmittel. Halon-Feuerlöscher finden sich in einem Flugzeug
zum Beispiel in den Triebwerken, in den Toiletten und im Frachtraum.
Lufthansa beteiligt sich intensiv an der Suche nach einer Alternative
zu Halon.
|
| |
HALS / DTOP
High Approach Landing System Ð Dual Threshold
Operation. Mit diesem weltweit einmaligen Betriebsverfahren wollen
die Deutsche Flugsicherung und der Flughafen Frankfurt die Kapazität
des Landebahnsystems in Frankfurt erhöhen. Zu Testzwecken wird
zunächst auf der südlichen Bahn der Aufsetzpunkt für Kurz- und
Mittelstreckenflugzeuge um 1.500 Meter verschoben. Dadurch ist
es möglich, bei guten Wetter die Abstände zwischen anfliegenden
Flugzeugen zu verringern, ohne dass das nachfolgende Flugzeug
durch Wirbelschleppen gefährdet wird.
|
| I |
IATA
International Air Transport Association.
Internationaler Dachverband der Luftverkehrsgesellschaften mit
Sitz in Genf.
|
| |
ICAO
International Civil Aviation Organisation.
Unterorganisation der UN mit Sitz in Montreal. Stellt international
verbindliche Normen für die Zivilluftfahrt auf.
|
| K |
Kapitel-3-Flugzeuge
Flugzeuge, die die Bedingungen der strengsten
Lärmschutzklasse erfüllen. Die Lärmgrenzwerte für Flugzeuge wurden
im Anhang 16 zum Abkom
|