|
Ein Deich rutscht ab. Wasser bricht ein. Kein Schutz mehr vor Hochwasser. Dahinter stecken nordamerikanische Einwanderer. Sie fühlen sich wohl in Deutschland und wühlen sich durch. Ungefähr so groß wie Kaninchen gehören sie zu den größten Wühlmäusen. |
| Bisams wurden vor hundert Jahren zur Pelzzucht nach Europa gebracht. Rasch vermehrten sie sich und wanderten durch Wasserwege und Kanäle in alle Richtungen. Doch überall werden diese fruchtbaren Säugetiere von Menschen bekämpft. Für einen Schwanz gibt es drei Euro Fangprämie. |
 |
|
|
 |
 |
Woran erkennt man Bisams?
Nur für ungeübte Beobachter ähneln die Bisamratten den Ratten. Deshalb werden diese Nagetiere oft auch nur als „Bisam“ bezeichnet. Für die Indianer in Nordamerika sind die Bisams die kleinen Brüder der Biber. |
| Ähnlich wie die Biber sind sie auf das Leben im Wasser eingestellt. Sie können gut schwimmen und tauchen. Außerdem bauen sie ihre Burgen so, dass die Eingänge unter Wasser sind. |
| Tatsächlich gehören die Bisamratten aber zur Familie der Wühlmäuse. Der Schwanz ist jedoch länger und kräftiger als bei Mäusen oder Ratten. An den kräftigen Hinterbeinen haben sie zwischen den Zehen sogenannte Schwimmborsten. |
 |
| Ausgewachsene Bisams werden ungefähr so groß wie wilde Kaninchen. Da sie viel im Wasser sind, haben sie ein dichtes wasserabweisendes Fell. An der Oberseite ist es kastanienbraun bis schwarzbraun. Das Fell an der Unterseite ist hellbraun bis hellgrau gefärbt. Jungtiere haben auf der Oberseite graublaues Fell. Die Ohren sind kurz und rund geformt. Sie können unter Wasser geschlossen werden. Auffällig sind die langen Granenhaare an der Schnauze. |

|
Der lange fast nackte kräftige Schwanz ist schuppig und seitlich etwas zusammengedrückt. Er wird beim Schwimmen mit kräftigen Schlägen hin- und herbewegt.
Weibchen haben meist vier bis fünf Paar Zitzen zum Säugen der Jungtiere. |
| Bei den Männchen befindet sich in der Nähe der Geschlechtsteile eine Drüse. Diese Drüse stößt während der Paarungszeit und im Verlauf des Paarungsvorspiels eine weisse, ölige, sehr stark nach dem Moschusöl Zibet riechenden Duftstoff aus. |
| Dieser intensive Geruch der begattungsbereiten Männchen führte auch zur Namensgebung der Bisamratte. In der türkischen Sprache entspricht das Wort „besem“ dem deutschen Begriff „Geruch“. |
 |
| Typische Laute der Bisamratten sind kurzes Pfeiffen und das Zähnewetzen. |
| Kopfrumpflänge |
25 - 40 cm |
| Schwanzlänge |
19 - 25 cm |
| Gewicht |
600 - 2000 g (Ausnahmefällen bis 2400 g) |
|
 |
| |
Wie leben Bisams?
Bisams sind an das Leben im Wasser angepasst. Lebensorte sind wasserpflanzenreiche Teiche und Seen, Kanäle, Sümpfe, langsam fließende Flüsse, Gräben mit reichem Uferbewuchs und feuchte Marschwiesen. Sie können sehr gut schwimmen und tauchen.
|
| Bei Gefahr können sie bis zu 10 Minuten tauchen. Im Wasser bewegen sich Bisams durch die langen kräftigen Beine mit den weit gespreizten fünfzehigen Hinterfüßen mit Schwimmborsten. Der kräftige Schwanz unterstützt die Schwimmbewegungen und dient der Steuerung. |
| Sie sind überwiegend nachts aktiv und fressen vor allem pflanzliche Nahrung. Dazu gehören Wasserpflanzen, Wurzeln und Baumrinde, Stroh, Binsen, Schilf und Zweige. Zur Deckung des Eiweißbedarfes fressen sie auch Muscheln und Krebse, die im Süßwasser sehr selten sind. |
 |
Bisams bilden feste Partnerschaften und leben in Familien oder Rudeln an bestimmten Stellen. Auf der Suche nach
|