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Bunte Vögel treiben es bunt
Bei vielen
Tierarten sind die Weibchen klein und unscheinbar, während
die Männchen sich ausfällig und protzig präsentieren.
Laut Charles Darwin spiegelt dieser so genannte sexuelle Dimorphismus
die unterschiedliche Beanspruchung der Geschlechter durch die Fortpflanzung
wider. Eine neue Untersuchung amerikanischer und kanadischer Biologen
scheint diese Ansicht zu bestätigen. Die Forscher hatten Daten
zu Körpermaßen, Gefieder und Lebensweise von über
1000 Vogelarten zusammengetragen. Bei Arten, bei denen die Tiere
öfter mal einen Seitensprung wagen, zeigten sich stärkere
Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Bei streng monogamen Arten
waren die Unterschiede dagegen schwächer. Als Indikator für
die Neigung zum Seitensprung benutzten die Forscher die Hodengröße
der Männchen. Mit zunehmender Promiskuität treten die
Männchen nämlich auch in eine Spermienkonkurrenz ein.
Und mehr Spermien erhöhen die Chancen auf Nachwuchs.
Quelle:
Nature Science Update, 13.3.01 Forschung: Peter O. Dunn, Linda A.
Whittingham, Department of Biological Sciences, University of Wisconsin-Milwaukee;
Trevor E. Pitcher, Department of Zoology, University of Toronto,
in Evolution, Vol. 55(1), pp 161 - 175
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