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Hummeln haben Flugbremse
Hummeln auf Futtersuche
fliegen nicht mit Höchst-geschwindigkeit. Sie wählen ein
stark verlangsamtes Tempo, damit ihr Gehirn die einzelnen Blüten
noch identifizieren kann.
Diese Entdeckung machten jetzt Würzburger Biologen. Wenn Hummeln
ständig mit ihrer Maximalge-schwindigkeit von etwa 20 Kilometern
pro Stunde unterwegs wären, würden sie die Nektar spendenden
Blüten übersehen, sagen die Forscher.
Auf der Suche nach Futter drosseln Hummeln ihre Geschwindigkeit
daher auf bis zu 90 Metern pro Stunde. In diesem Tempo kann das
Hummel-Hirn selbst kleinste Futterquellen wahrnehmen.
Die Tiere operieren dabei mit zwei neuronalen Kanälen, die
sie wahlweise je nach Blütengröße und -farbe einsetzen
können. Der eine Kanal meldet bereits nach fünf Tausendstel
Sekunden die Entdeckung einer Blüte ans Gehirn.
Er teilt aber nicht deren Farbe mit und ist daher bei der Erkennung
von Blüten relativ ungenau. Der andere Kanal, der den Hummeln
das Farbensehen ermöglicht, arbeitet zwar langsamer, ist dafür
aber weniger fehleranfällig. Beide Systeme seien immerhin deutlich
schneller als die Bildverarbeitung beim Menschen, sagen die Forscher.
Wir müßten vergleichsweise viermal langsamer über
eine Wiese fliegen, um die Blüten gerade noch wahrnehmen zu
können.
Quelle: Bayerische Julius-Maximilians-Universitaet
Wuerzburg, 21.3.01 Forschung: Johannes Spaethe, Juergen Tautz, Lars
Chittka, in Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS),
Vol. 98, No. 7, 27.3.01, pp 3898-3903
http://www.pnas.org/cgi/content/full/071053098v1
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