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Känguruh mit verhängnisvoller Trüffel-Vorliebe
Seine Vorliebe
Für Trüffel droht einem Zwergkänguruh im Norden Australiens
zum Verhängnis zu werden. Das so genannte Bürstenratten
Känguruh (Bettongia penicillata ogilbyi) steht vor dem Aussterben,
weil es nicht mehr genügend Trüffel in den letzten Regenwäldern
Australiens findet. Nach Aussage australischer Biologen machen die
knolligen Pilze zwischen 30 und 70 Prozent der Kaenguruh-Nahrung
aus. Das Trueffel-liebende Bürstenrattenkänguruh ist ein
braunes untersetztes Tier von 30 bis 40 Zentimeter Länge. Es
lebt als nachtaktiver Einzelgänger in den Regenwald-Reservaten
im nord- australischen Queensland. Das Tier war einst in ganz Australien
verbreitet. Der Rückgang der Regenwälder schränkte
seinen Lebensraum jedoch stark ein. "Bürstenrattenkänguruhs
sind sehr wählerisch, was ihren Lebensraum und ihre Ernährung
angeht", sagte Dean Wells, Umweltminister von Queensland, gegenüber
der BBC. "Die Forschung hat uns gezeigt, dass der Trüffel die
Schlüsselrolle bei der Verbreitung und Gesundheit des Tieres
spielt." Der Minister will das Känguruh retten, weil es ein
wichtiger Helfer Für die Ausbreitung der Trüffelpilze
ist. Trüffel vermehrt sich über unverdauliche Sporen,
die die Tiere durch ihre Ausscheidungen im ganzen Wald verteilen.
Damit fördern sie die Gesundheit des Regenwaldes: Trüffel
unterstützen nämlich die Bäume bei der Aufnahme von
Nährstoffen und Wasser. Die Bäume wiederum produzieren
Zuckerstoffe, die der Trüffel zum Wachstum benötigt. Um
den Kreislauf zu erhalten, soll jetzt ein spezielles Aufzuchtprogramm
den Kaenguruh-Bestand erhöhen helfen.
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