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Ein Herz für Looser
Die weibliche Küchenschabe
paart sich nicht unbedingt mit den stärksten männlichen
Artgenossen. Attraktiv findet sie auch Männchen, die am Ende
der Gruppenhierachie stehen. Dies haben britische Biologen an einer
aus Tansania stammenden Schabenart (Nauphoeta cinerea) beobachtet.
Ihrer Erkenntnis nach orientieren sich die Weibchen am Geruch potentieller
Partner. Die Männchen produzieren um so mehr Pheromone, je
höher sie in der Rangordnung der Küchenschaben stehen.
Bevorzugt werden allerdings die schwächer riechenden, unterlegenen
Männchen, sagen die Forscher. Die dominanten Tiere können
trotz aggressiven Eingreifens die Paarung mit den Konkurrenten nicht
verhindern. Gleichzeitig hat die Natur offenbar einen Schutz- Mechanismus
eingerichtet, der die Vermehrung schwacher Männchen begrenzt:
Weibchen, die sich mit rangniederen Partnern einlassen, bekommen
nämlich überwiegend weiblichen Nachwuchs.
Quelle: NatureScience Update, 6.3.01 Forschung : Allen Moore,
University of Manchester, in Proceedings of the Royal Society
B, 268, 517-523 (2001)
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