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Vogelmännchen singen dank Östrogen

Vogelmännchen singen, um ihr Revier abzugrenzen und Weibchen anzulocken. Zum Singen benötigen die Männchen aber das weibliche Geschlechtshormon Östrogen, sagen amerikanische Biologen. Das Hormon ist demnach notwendig, damit im Hirn eines Männchens die entsprechenden Nervenverbindungen geknüpft werden. Das Östrogen wird bei den Männchen sogar im Hirn selbst produziert, entdeckten die Forscher. Bisher hat man geglaubt, dass das Hormon ausschließlich in den Keimdrüsen gebildet wird. Die Forscher hatten Gehirne von männlichen und weiblichen Zebrafinken verglichen. In den männlichen Gehirnen fanden die Forscher eine Nervenbahn zwischen zwei Hirnkernen, die den Gesang ermöglicht. Diese Bahn bildet sich ab dem 20. Lebenstag. Zur Überraschung der Forscher produzierten in Kultur gehaltene Gehirnschnitte von Männchen Östrogen Vergleichbares war bei Weibchen nicht zu ermitteln. Wird den weiblichen Gehirnzellen dagegen Östrogen zugefügt, bilden sie auch die zum Gesang nötigen Bahnen.

Quelle: University of Illinois at Urbana-Champaign (UIUC), 3.3.01 Forschung: Carl Clayton Holloway und David F. Clayton, Department of Cell and Structural Biology und Beckman Institute for Advanced Science and Technology, UIUC, in Nature Neuroscience, Vol. 4(2), pp 170-175
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    aktualisiert: 28.06.07
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