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Nur mutige Würmer fressen alleine

Die Angst treibt Nematoden dazu, gemeinschaftlich zu fressen. Dies hat eine amerikanische Forscherin jetzt festgestellt. In ihren Versuchen setzte sie Würmer der Art Caenorhabditis elegans mit E.coli-Bakterien zusammen, deren Geschmack die Würmer verabscheuen. Wenn sie jedoch keine andere Nahrung finden, rotten sich deutsche und australische Nematoden zum gemeinsamen Mahl zusammen. Britische Würmer fraßen dagegen lieber alleine. Um der Ursache für dieses unterschiedliche Verhalten auf die Spur zu kommen, untersuchten die Forscherin und ihre Kollegen über zweitausend Wurm-Gene. Mit Hilfe von so genannten Gen-Chips fanden sie, dass die Einzelgänger und die Gruppentiere sich in 73 Genen unterscheiden. Die Forscherin glaubt, dass sich diese Unterschiede auf das Selbstvertrauen der Würmer auswirken. Wenn sie von den widerwärtig schmeckenden Bakterien umgeben seien, blieben nur die Tiere mit viel Selbstvertrauen alleine. Die übrigen Tiere suchten förmlich die Gesellschaft der Artgenossen. Nach Ansicht der Forscherin sind die Forschungsergebnisse nicht auf Fadenwuermer beschränkt. Wie sie glaubt, könnten auf ähnliche Weise auch menschliche Verhaltensweisen untersucht und erklärt werden.
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zum Unterrichtsprojekt "Rund um den Regenwurm"

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    aktualisiert: 24 Mai, 2005
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