|
Präsentieren
Präsentiert wird im Englischunterricht auf vielfältige Weise,
schriftlich ebenso wie mündlich, schließlich geht es nicht nur
um das Anwenden der englischen Sprache in konkreten
(kommunikativen) Zusammenhängen, sondern immer auch um die
Vermittlung von Arbeitsprozessen- und ergebnissen.
Das ist im Unterricht, der das Internet intensiv integriert, nicht
anders, denn auch hier gibt es sehr viele Anlässe für
mündliches Präsentieren: Recherchen im WWW, deren (Zwischen-)
Ergebnisse nicht der Lerngruppe vermittelt werden, sind oft reine
Zeitverschwendung, weil die Lernerinnen und Lerner sich nicht
verpflichtet fühlen, sinnvoll zu arbeiten, wenn das Ergebnis
ohnehin nicht von allgemeinem Interesse ist. Kurze mündliche
Statements geben der Lerngruppe Teilinformationen, können von
anderen ergänzt werden, dienen als Impuls für eine gemeinsame
Diskussion. Längere und damit zwangsläufig intensivere
WWW-Phasen erfordern informativere Präsentationen - und schon
bietet sich das Medium an, das die Informationsbeschaffung
ermöglicht hat: Kurze Vorträge, die durch PowerPoint
unterstützt werden, erleichtern Vortragenden die Vermittlung von
Informationen ebenso wie sie den Zuhörenden das Verstehen
erleichtern: durch Bilder, Fotos, Grafiken und Stichwörter,
Zitate, Worterklärungen.
zurück
Was spricht für PowerPoint-Präsentationen?
Diese Form der Präsentation gefällt mir in
internetgestützten Arbeitsphasen sehr gut, aus verschiedenen
Gründen:
PowerPoint
zwingt zu einer Strukturierung der Information vor der
Präsentation
die
Präsentation wird (nur) visuell gestützt, für die Zuhörer
ebenso wie für die Präsentierenden; die eigentlichen Inhalte
werden im mündlichen Vortrag erläutert, in der Fremdsprache
natürlich
am
Computer erarbeitete Ergebnisse können in Auszügen schnell und
problemlos in PowerPoint übernommen werden, so dass grafische und
sprachliche sowie ggf. multi-mediale Elemente eine ästhetische
Einheit bilden können
Präsentationsästhetik
sollte auch ein Lernziel sein: Über Design und Lay-out kann sich
die Lerngruppe vorher verständigen, "golden rules"
|mehr| für ästhetisch ansprechende Präsentationen können
hinterher im Vergleich verschiedener Präsentation erarbeitet
werden
Schülerinnen
und Schüler lernen Präsentationsmethoden kennen, bei denen
Computer und Beamer funktional eingesetzt werden, sie selber aber
im Mittelpunkt stehen (durch Sprache, Körpersprache, Haltung,
Artikulation, Adressatenbezug etc.)
Der mündliche Vortrag in der Fremdsprache kann intensiver und
attraktiver durch die mediale Unterstützung sein, wenn der
Vortragende sowohl Präsentationstechnik und -ästhetik als auch
seine eigene Präsentationsmethode beherrscht - und all dies kann
man lernen - meine Klassen und Kurse zum Beispiel lernen mit Hilfe
eines Arbeitsblattes (PowerPoint in 10 Schritten) in einer
Unterrichtsstunde die Grundzüge einer PowerPoint-Präsentation,
die sie während der Weiterarbeit an der Präsentation ihrer
Ergebnisse individuell vertiefen können. Dabei steht nicht das
Programm im Mittelpunkt, sondern der Inhalt des Vortrages, der nur
medial unterstützt wird.
Hilfreich:
lehrer-online:
Präsentieren >>Webseite
zurück
Einführungen in Powerpoint
| PowerPoint 2000
Reinhard
Donath: Einführung in PowerPoint 2000 in 10 Schritten als
Word-Dokument >>word.doc
oder auf einer Webseite >>yes,
please
Christian
Sonderhaus: sehr detailliertes Tutorial
"Präsentationen mit PowerPoint (2000)
erstellen" >>yes,
please - und überhaupt bietet Christian Sondershaus
zum Thema "Präsentieren" viele gute
Informationen >>Webseite
"Präsentieren"
Kurt
Ludwigs: Erste Schritte mit PowerPoint 2000 (Kurt Ludwigs)
>>pdf-Datei
you
rather prefer an English introduction? "PowerPoint
(2000) in the classroom" - quite a nice multi-media
intro with reasonable tips >>website
|
PowerPoint 2003
LeaNet:
"Inhalte strukturieren & übersichtlich
präsentieren" - eine ganz hilfreiche Einführung in
PowerPoint 2003 in 45 Minuten >>Webseite
[z. Zt. nicht mehr im Netz, angeblich bei lo-net2.de]
you
rather prefer an English introduction? "PowerPoint
(2003) in the classroom" - quite a nice multi-media
introduction with valuable tips >>website
PowerPoint 2007
Erklärung als
pdf (Copyright: Goethe-Institut)
|
zurück
"Golden Rules" für eine
ppt-Präsentation
| Die folgenden Punkte sind Kriterien für
die Evaluation von Präsentationen mit PowerPoint. Sie
sollten, abhängig von der Lerngruppe, als Anregungen
gesehen und entsprechend adaptiert werden.
Wenn Lernerinnen und Lerner Präsentationen evaluieren,
könnte diese Aufstellung als Anregung für mögliche
Gesichtspunkte benutzt und gekürzt bzw. ergänzt werden.
Eine Ergänzung durch Bewertungskategorien (verschriftlicht,
in Noten oder in Punkten) ist ebenfalls problemlos
möglich.
Inhalt der Präsentation
· Darstellung des Themas
· fachliche Kompetenz: Kenntnisse, Verstehen, Erkennen,
Urteilen
· Klarheit und Verständlichkeit des Inhalts
Struktur der Präsentation
· Gliederung: vor allem Einstieg - Schluss
· Strukturierung des Hauptteils
· roter Faden
· Länge
Vortragstechnik
· Orientierung an Zuhörerinnen und Zuhörern
· Gesprächsverhalten
· Blickkontakt
· Sprache: Deutlichkeit, Tempo, Pausen
· Lautstärke
· Körperhaltung
· Gestik/Mimik
Medienkompetenz
· Folienlayout
· Design
· Schrift
· Farben
· Grafiken
· Folienübergang
|
sehr
detaillierte Bewertungsbögen zum Download: "Präsentationen
bewerten" (Landesakademie für Fortbildung
Baden-Württemberg) >>yes,
please
sehr
gut und sehr hilfreich: Christian Sondershaus: "Bewertung
einer Präsentation": >>pdf-Datei
zurück
Und wenn's zu
viel wird mit PowerPoint....
"In der Welt der Vortragenden geht
nichts mehr ohne Powerpoint. Mäßige Redner erwecken mit wechselnden
Informationsgrafiken den Eindruck von Eleganz, und geistige Dürftigkeit
wird mit Hilfe eines elektronisch flackernden Bühnenhintergrunds mühelos
ausgeglichen. War der Overheadprojektor stets ein Vehikel pädagogischer
Aufdringlichkeit, so verhandelt Powerpoint die Illusion, des Puzzles Lösung
im Nebenbei des Erzählens herstellen zu können. Aus dem Einmaleins
des Handelsvertreters wird per Mouseclick ein kleines Bühnenspektakel,
das auf die prometheische Scham des Zuschauers aus ist. So jedenfalls
hatte Günter Anders in seinem Buch von der Antiquiertheit des
Menschen jenes Phänomen bezeichnet, dass der Mensch vor der
Perfektion seiner eigenen Produkte verstummt" (Harry Nutt,
Frankfurter Rundschau 30. 1. 2002).
Da kann der Spiegel nicht zurück
stehen: "Die
Macht der bunten Bilder" -SPIEGEL - 15. März 2004
P.S.: Nostalgie - die alte ppt-Webseite >> au
ja!
|