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| Anlässlich der Tatsache, dass
allen Bedenken zum Trotz die Rechtschreibreform mit Beginn des Schuljahres
2005/2006 zumindest in Teilen - und übrigens nur für Schulen und Behörden, und dies im Übrigen keineswegs in allen Bundesländern - gültig wird, wie auch aufgrund der Tatsache, dass fast täglich "Neuschreibungen" zurückgenommen werden, (de facto bis auf die Doppel-s-Regeln anscheinend nach und nach so gut wie alles) veranlasst uns, hier in Form von Direktlinks eine Übersicht von jeweils aktuellen Kommentaren aus der Presse dazu anzubieten. |
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Indem nun seit Sommer in verschiedenen Bundesländern Deutschlands unterschiedlich geschrieben werden muss, ist übrigens genau der Zustand herbeigeführt worden (oder herbei geführt?), den zu vermeiden die schleswig-holsteinische Landesregierung seinerzeit noch das zunächst durchgeführte und gültige Referendum einfach ignorierte, obwohl ein übergroßer Teil der Bevölkerung (nämlich 87%) sich dort vehement gegen die Rechtschreibreform ausgesprochen hatte. Persönlicher Kommentar: Das in der Frankfurter Erklärung (siehe oben) vorausgesagte Chaos ist genau wie befürchtet eingetreten und wird uns die nächsten 50 Jahre anhängen. Trotzdem: Die Verantwortlichkeit des Deutschlehrers fängt damit an, sich stetig auf dem aktuellen Kenntnisstand zu halten, die andauernden Tendenzen zur fortwährenden Rücknahme der Reform aufmerksam zu beobachten und deshalb nicht mehr weiter jeden grammatikalischen oder etymologischen Unsinn dieser "Reform" kritiklos an die Schüler weiterzugeben. Nun, wieder ein Jahr später, ist die im letzten Jahr in Hunderten von Punkten zurückgenommene Reform in ihren Restbeständen zwar endgültig für alle Bundesländer gültig geworden - nach wie vor allerdings nur für Schulen und Behörden. Der DUDEN bietet inzwischen in den Druckfarben schwarz-rot-gold (wie passend) drei Versionen einzelner Schreibungen an, die Proteste laufen weiter, das Chaos ist das einzige, was Bestand behält. Ich als webmaster weigere mich auch, die Neuschreibung auf den fast 7000 Seiten dieser Page, die ich seinerzeit nach Anweisung in "Neuschreibung" umwandeln musste, jetzt in der Schreibung zurückzuverwandeln, teil-zurück-zuverwandeln oder was auch immer. Neulich las ich im Tagesspiegel die Formulierung, das sei "ein Ort zum Wohl fühlen" ... Das haben wir also davon ... |
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| Vorneweg das wichtigste Link, um die jeweils
aktuelle Schreibung der Woche zu erfahren ...: http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/doku/para33-39.html |
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Aktuelle Meldungen in der Presse |
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Das
(historisch vermutlich) endgültig letzte Wort zum leidigen Thema:
Unstrittiges wieder strittig - Quelle:
Tagesspiegel (29.10.05) (jpg.-Faksimile des Artikels) |
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